19. April 2016 Ferdinand Flatz

Küchentrends ’16 – alles anders?

Wenn zeitlich machbar, zieht es uns alle zwei Jahre nach Mailand auf eine der größten Möbelmessen weltweit, die ‚Salone del Mobile’. Dort sind allerlei Möbeltrends zu begutachten, wobei uns vor allem die Küchenneuheiten der ‚EuroCucina’ interessieren. Letzte Woche war es wieder so weit und wir haben uns einen Tag lang eine Küche nach der anderen angesehen. Wir haben sie uns aber nicht nur angesehen, sondern auch mit denen, die wir planen und herstellen, verglichen. Und siehe da: Die Küche wurde glücklicherweise in den letzten zwei Jahren nicht neu erfunden! Dennoch konnten wir ein paar Trends identifizieren, die wir euch in aller Kürze schildern:

Verstärkter Einsatz unterschiedlichster Metalle: Vor allem Kupfer und Messing haben es den Küchendesignern angetan. Möglichkeiten diese zu integrieren gibt es genügend – von der Dekoration über Griffelemente bis hin zu ganzen Rückwänden oder gar Fronten.

Matte Eleganz: Als Kontrast zu den Metallen, bieten sich matte Oberflächen an; egal ob Holz, Glas oder lackierte Flächen, hochglänzendes (nichtmetallisches) entdeckte man selten.

Keramik olé, Naturstein adé: Kaum eine Arbeitsfläche ähnelte der anderen, denn durch die Verwendung von Keramiken lassen sich vielfältige Oberflächen, die in Sachen Vorteile Natursteinen in Nichts nachstehen.

Mittelweg zwischen Griffen und dem vollkommenen Verzicht darauf: Beide Varianten haben sowohl optische, als auch technische Vor- und Nachteile. Diese werden zunehmends mit im Möbel versenkten Griffkanäle umgangen. Diese Entwicklung ist für uns ein spürbares Zeichen dafür, dass Funktionalität wieder mehr in den Vordergrund rückt, denn vor allem die Grifflosigkeit lief nicht überall reibungslos.

Integrierte Geschirrabtropfelemente: Mit etwas Verwunderung stellten wir fest, dass des Öfteren Möglichkeiten zur Ablage und zum Trocknen von nassem Geschirr in den Küchen (zum Teil recht aufwändig) versteckt wurden. Es scheint wohl auch in Zeiten des Geschirrspülers Nachfrage in dieser Richtung zu bestehen.

Wie gesagt, die große, unerwartete Überraschung war nicht dabei, dennoch ist ein Messebesuch immer wieder eine Bereicherung und Abwechslung. In unserem Tun bestärkt verließen wir die Messe in Richtung Wochenende, denn erleichtert und mit etwas Stolz haben wir festgestellt, dass wir keinen wichtigen Trend beziehungsweise technische Neuheit verschlafen haben, sondern absolut am Ball der Zeit sind. Ob Trends schlussendlich umgesetzt werden, entscheidet immer noch unsere Kundschaft, denn goldene Details schonen weder den Geldbeutel, noch sind sie jedermanns Sache.

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