6. März 2016 Ferdinand Flatz

Fruchtbares Erstgespräch

Der erste Termin zwischen Kundschaft und Tischler hat im Wesentlichen zwei Ziele. Zum einen geht es darum einen Rahmen in Bezug auf Objekt, Stil und Budget abzustecken und zum anderen sich persönlich kennenzulernen, um einschätzen zu können, ob man sich eine Zusammenarbeit vorstellen kann. Im Folgenden geht es mehr um das erste Ziel. Allerdings darf das zweite nicht unterschätzt werden, denn, wie sagt man so schön, wenn die Chemie stimmt, dann geht es einfach leichter von der Hand.

Wie ertragreich ein Erstgespräch zwischen Kundschaft und Tischler, in unserem Falle Daniel, ist, hängt von der Vorbereitung ab – und zwar der vom potentiellen Kunden. Wir empfehlen deshalb, sich vor dem Termin mit folgenden drei Themen, abgesehen vom Möbelbedarf, (zumindest kurz) zu beschäftigen. Vorab sei gesagt, dass wir dadurch niemanden abschrecken wollen. Es sieht nach mehr Vorbereitungsaufwand aus, als es tatsächlich ist.

(1) ‚Was gefällt mir bzw. uns?’ Die ungefähre Antwort zu dieser Frage ist die Basis für die Beratung und Planung, jedoch auch absolut kein Grund in Angst zu verfallen. Es ist vollkommen in Ordnung beim Erstgespräch nicht zu wissen, wie die Traumküche genau aussehen soll. Für Daniel wäre es jedoch sehr hilfreich, die ungefähren Stil-Vorlieben zu kennen. Und dazu reicht zumindest ein Bild. Den Inspirationsquellen sind eigentlich keine Grenzen gesetzt: sei es ein Handyfoto von Möbeln, die man irgendwo gesehen hat, über einen Ausschnitt aus einem Werbeprospekt, die gezielte Recherche in Einrichtungsmagazinen (wie Home oder Häuser) oder auch eine Suche auf Instagram nach Hashtags wie #Küche oder #Esstisch.

(2) Es ist nicht nur wichtig, dass das Möbelstück schön aussieht, sondern es soll auch gewissen Anforderungen gerecht werden. Deshalb ist es ratsam sich zu überlegen, was in der Maßanfertigung verstaut werden soll. So kann sich das Aussehen eines Bücherregals durchaus durch die unterschiedlich hohen Buchrücken ergeben oder die Garderobe auch idealer Stauraum für Staubsauger & Co. sein.
Hinzu kommt, dass ein Möbelstück unterschiedlichen Graden an Beanspruchungen und Belastungen standhalten soll, denn das Kriterium, dass man auf der Kücheninsel Tanzen können soll, kann durchaus vorkommen.

(3) Aus Erfahrung haben wir ein gutes Gefühl dafür entwickelt, mit welchem Budget, was, in welchen Materialien und mit welcher Ausstattung realisiert werden kann. Damit wir die Planung von Anfang an daran ausrichten können, ist es hilfreich einen Finanzrahmen zu definieren.

Damit die Möbel auch wirklich passgenau für die Wohnung beziehungsweise das Haus sind, muss uns die Raumsituation bekannt sein; deshalb unbedingt daran denken den Grundriss mitzubringen.

Wer sich bei dem Termin bereits mit ersten Handskizzen überraschen lassen will, so stellt man das am Besten an: Der Spielball in Bezug auf die Vorbereitung zum Erstgespräch kann auch an den Tischler weitergegeben werden, in dem die oben genannten Informationen im Vorhinein per Mail an uns übermittelt werden. Denn dann sind wir am Zug, uns vor dem Gespräch bereits Gedanken zu machen und ein paar Striche zu zeichnen. Ehrlich gesagt, ist uns diese Variante sogar am allerliebsten, da wir so die Neugier unserer Kundschaft vor dem Kennenlernen nochmals steigern können.

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